Ich wurde geboren. Ich fing an zu zeichnen.
Ich habe ein Diplom mit „Design“ im Titel.
Keiner hat jemals danach gefragt.
Ich habe in der Werbung gearbeitet und gekĂĽndigt,
um Storyboard Artist zu werden. Hier bin ich.

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Ja, ich bin einer von diesen Leuten, die zeichnen, solange sie sich erinnern können. Ein Elternhaus mit verschiedenen künstlerischen Ambitionen hat die Entscheidung für eine kreative Karriere selbstverständlich erscheinen lassen. Ich habe an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Kommunikationsdesign studiert und dort mein Diplom gemacht. Direkt gefolgt von einer Anstellung in einer jungen Werbeagentur, in der Skizzieren ein regelmäßiges Design- und Visualisierungs-Tool wurde. Die Regeln und Anforderungen der Branche mussten schnell gelernt werden und erste Bewegtbild-Projekte brauchten ein Storyboard. Von hier war es ein kleiner Schritt in eine Freelance-Laufbahn, die bis heute anhält.

Meine Kunden und Freunde sagen mir, meine Arbeitsweise sei schnell und effizient und ich involviere mich umfassend in eine Aufgabe. Diese Eigenschaften liegen offenbar in meiner Natur – ich habe mich niemals hingesetzt und beschlossen „ich werde jetzt schnell im Zeichnen und Denken und dann Illustrator“. Dass ich Storyboard Artist geworden bin, ist eher eine logische Folge meiner Eigenschaften anstatt einer schon immer gehegten beruflichen Vision. In der Rückschau fühlt es sich schlicht natürlich an.

Ich war überrascht davon, dass eine Leidenschaft, die zunächst nichts mit der Profession zu tun zu haben schien, eine wichtige Rolle spielte – Sprache. Ich liebe präzisen Sprachgebrauch und Sprache als Instrument, spreche ständig bildhaft, ohne mir das vorzunehmen, stelle eine Zillion Fragen zu allem und involviere mich in die kniffeligsten Konversationen. Eine Geschichte mit allen Stufen und Zuständen zu erarbeiten ist kein Vorgang, der wie ein fixes Programm abläuft und automatisch Ergebnisse hervorbringt. Es ist vielmehr permanente Interaktion mit ihr und allen, die an ihr mitwirken. In den meisten Fällen scheint das wirksamer zu sein und am Ende mehr Zeit einzusparen, als sofort eine Menge Frames zu zeichnen.

Aber natĂĽrlich wird es am Ende eine Menge Frames geben!